Zu meiner Person

Geboren und aufgewachsen bin ich in einem Dorf in Hessen. Nach der Schule arbeitete ich zunächst mehrere Jahre als Bürogehilfin, Stations- und Hausgehilfin, Kosmetikerin und Verkaufsassistentin.

Über den 2. Bildungsweg Abitur am Abendgymnasium in Frankfurt/Main. Danach Studium der Psychologie in Konstanz und der Humanmedizin in Frankfurt/Main.

1983 Approbation als Ärztin.

1984–1987 Assistenzärztin im Brüderkrankenhaus in Frankfurt/Main, Allgemeinkrankenhaus
1987-1990 AIDS-Referentin der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen und Assistenzärztin an der Uniklinik Frankfurt, Abteilung Infektiologie. Beratung, Betreuung und Durchführung wöchentlicher Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte zum Zwecke der AIDS-Fortbildung der niedergelassenen Ärzte in Hessen.

Mehrere Veröffentlichungen zum Thema AIDS und Prostitution.

Promotion bei Prof. Volkmar Sigusch, Abteilung für Sexualwissenschaft des Klinikums der J.W. Goethe Universität Frankfurt/Main mit dem Thema:
Die Entwicklung der heterosexuellen Prostitution in Frankfurt am Main von 1945 bis zur Gegenwart unter besonderer Betrachtung des Einflusses von Syphilis und AIDS

Doktorarbeit herunterladen

Meine Dissertation wurde 1989 beim Schwer Verlag Stuttgart als Buch verlegt
1990 Assistenzärztin am Universitätklinikum Marburg, Abteilung Psychotherapie
1990-92 Assistenzärztin in der Tannenwaldklinik, Fachkrankenkhaus für Psychosomatik, Bad Schwalbach
1993 Gastärztin, Bezirkskrankenhaus Haar, München
Seit Oktober 1993 eigene Praxis mit Kassenzulassung in Rosenheim

Mein Weg zur Sexualtherapie

Schon während des Studiums befasste ich mich mit Werken von Wilhelm Reich und anderen Sexualforschern und gründete diesbezüglich eine Arbeitsgruppe. Hierdurch entstand der Kontakt zu Prof. Dr. med. Sigusch, dem (damaligen) Leiter des Frankfurter Instituts für Sexualforschung. Prof Sigusch meinte, die Erforschung der Gegenwart im Bereich der Prostitution sei notwendig und bot mir an, eine Doktorarbeit auf diesem Gebiet zu schreiben.
Zunächst stand ich dem Thema skeptisch, aber auch neugierig und fasziniert gegenüber. Es sollte eine empirische Arbeit werden, über die unterschiedlichen Formen der Prostitution in Frankfurt/Main. Dieser Anspruch erwies sich schon bald als nicht umsetzbar. Es wurde mir klar, dass es unmöglich ist, objektive Daten zu erhalten ohne unzumutbare Zugeständnisse zu machen, wie z.B. Teil  des „Milieus“ zu sein oder zu werden. Ich gründete dann mit einigen Mitfrauen einen Selbsthilfeverein für Prostituierte und Nichtprostituierte mit dem Namen HWG (Huren wehren sich gemeinsam)*. Wir trafen uns regelmäßig und führten verschiedene öffentlichkeitswirksame Aktionen durch und gaben sogar eine Zeitung mit aktuellen Nachrichten und Informationen aus diesem Bereich heraus. Parallel hierzu war ich bei der AIDS-Hilfe Frankfurt im Bereich Frauen und AIDS engagiert. Im Rahmen dieser Arbeit entwarf ich eine AIDS-Aufklärungsbroschüre für Frauen und eine weitere speziell für Prostituierte. Letztere fand in der ganzen Bundesrepublik Verbreitung. Ich nutzte die entstandenen Kontakte für meine Forschungsarbeit und konnte einige Interviews mit Prostituierten durchführen. Letztere reichten aber nicht für eine allgemeingültige Studie. Inzwischen hatte ich durch das Studium historischer Quellen soviel Material beisammen, so dass letztendlich aus der geplanten empirischen eine historische Arbeit wurde. Die tieferen (unbewussten) Zusammenhänge auf diesem Gebiet zu verstehen, war mein persönliches Interesse. Dies gelang mir jedoch erst, durch meine psycho-, trauma- und sexualtherapeutische Aus- und Weiterbildung. Meine Spezialisierung auf sexuelle Störungen, insbesondere Frauen mit Missbrauchs- und sonstigen sexualisierten Gewalterfahrungen, ergibt aus diesem Zusammenhang.
* Das Kürzel HWG wurde vom Gesundheitsamt und der Polizei synonym verwandt für Prostituierte bzw. für Personen mit häufig wechselndem Geschlechtsverkehr.

Berufliche Qualifikationen:

Fachärztin für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie, Psychoanalyse

Gruppenbehandlung in tiefenpsychologisch fundierter und analytischer Psychotherapie bei Erwachsenen  (ÄPK  Ärztlich- psychologischer Weiterbildungskreis, München)
Sexualtherapie (Akademie für Sexualmedizin bei der Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin, Sexualtherapie und Sexualwissenschaft München)
PITT (Psychodynamisch imaginative Traumatherapie) Ausbildung bei Luise Reddemann in Innsbruck.
EMDR, Ausbildung bei Arne Hofmann u.a. mit Zertifizierung durch EMDRIA Deutschland
Diagnostik und Behandlung posttraumatischer dissoziativer Störungen, einschließlich der dissoziativen Identitätsstörung bei Michaela Huber, Göttingen
Psychodynamische  Supervision für psychoanalytische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Ausbildung bei IPOM (Institut für Psychodynamische Organisationsberatung München).
Strukturorientierte Psychotherapie nach Rudolf
Integrative Gestaltpsychotherapie am Fritz-Perls-Institut in Beversee.
Gesprächspsychotherapie nach Rogers
Autogenes Training, nach Schulz
Hypnose nach Prof. Bongartz, Lindau

Sonstiges

Intervisionsgruppe,  kollegialer Austausch über fachliche Probleme
Qualitätszirkels QM-alpha-Rosenheim, Fortbildung und Besprechung fachlicher Probleme
Balintgruppenleiterin   mit Anerkennung der Deutschen Balint-Gesellschaft (DBG) seit 02/2016
Städtegruppe Rosenheim / Terre des Femmes, Initiatorin und Koordinatorin der Städtegruppe Rosenheim seit der Gründung 03/2018 (Facebookseite der Städtegruppe Rosenheim)
AG (Arbeitsgruppe) Frauenhandel und Prostitution bei TERRE DES FEMMES
Runder Tisch „Häusliche Gewalt“ in Rosenheim
Aktionsbündnis Internationaler Frauentag Rosenheim

Vorträge

Sexuelle Funktions- und Erlebensstörungen der Frau
2010 Vortrag vor Gynäkologinnen in Rosenheim

„Heilige und Hure“ – die beiden Seiten weiblicher Sexualität
2005 Vortrag im Rahmen des Internationalen Frauentages
2015  Gastvortrag beim ÄPK München
2015 Vortrag in der Vetternwirtschaft, Kulturgruppe Rosenheim
2018 Vortrag bei TERRE DES FEMMES in Berlin
2019 Vortrag bei den Soroptimisten

„Häusliche Gewalt“
2019 Vortrag in mehreren Gruppen

Prostitution als Überlebensstrategie
2017 AG Frauenhandel und Prostitution bei TERRE DES FEMMES in Berlin